Ach, ist das schön, mal wieder französische Luft zu schnuppern. Die Gelegenheit hatte ich während der Tagungswoche des Europarats in Straßburg.

Von Agatha Mazur

Du merkst sofort, dass du in Frankreich bist. Der TGV überquert gerade die Brücke von Kehl – und sofort siehst du an der Architektur der Häuser, dass du nun französischen Boden betrittst. Die sandsteinfarbenen Fassaden, die kleinen süßen Balkone. Komischerweise bin ich irgendwie immer im Herbst in Straßburg, aber immerhin kann ich diesmal den goldenen Oktober genießen statt Schmuddelwetter im November.

Woran du noch merkst, dass du in Frankreich bist? Die Leute sitzen auch bei 12 Grad draußen und genießen ihren Kaffee, so ist das eben hier. Und was für einen Kaffee! Nicht die Plörre aus Deutschland, für 1 Euro irgendwas bekommst du einen super leckeren cremigen Cafe au lait, der dir auf der Zunge zergeht.

Süße, alte Gässchen im Stadtzentrum.

Süße, alte Gässchen im Stadtzentrum.

Straßburg: Das ist eine witzige Mischung aus französischen und deutschen Wörtern. Schließlich ist man hier im Elsass. Hier gibt es „bretzel“ und man fährt mit der Tram Richtung „La Watzenau“. Alle Straßenschilder sind deutsch-französisch betitelt.

Straßburg bedeutet aber auch: Europa an jeder Ecke. Das Europaparlament, der Europarat, diverse Gebäude, Viertel, Schilder, all das zeigt, dass man sich hier im Herzen von Europa befindet.

Seit den Terrorattacken muss man sich allerdings auch an den Anblick von schwer bewaffneten Polizisten gewöhnen, die mit ihren Maschinenpistolen patrouillieren. Auch das ist Frankreich.

Die eine Woche ist rum, man müsste viel häufiger kurz über die Grenze fahren und einen Kaffee genießen. In drei Stunden ist man da – und schnuppert französische Luft.

Ein Besuch der Kathedrale darf nicht fehlen. Oder man schlendert einfach über den Platz und beobachtet die Touristen.

Ein Besuch der Kathedrale darf nicht fehlen. Oder man schlendert einfach über den Platz und beobachtet die Touristen.