Halloween ist lange vorbei, und damit die Zeit der Kürbisse, die als Schmuck oder Deko dienen. Und trotzdem muss ich jetzt hier mal eine Lanze für den Kürbis brechen: Denn der wird in Deutschland komplett unter Wert verkauft.

Von Agatha Mazur

Klar sieht er auch als Dekoartikel gut aus, noch besser macht er sich aber auf dem Teller. Das habe ich bei meiner Australienreise festgestellt. Die Australier (aber auch die Neuseeländer, wenn auch nicht so stark) lieben ihre Pumpkins. Es gibt die im Supermarkt in diversen Varianten zu kaufen, als ganzes Gemüse oder in Stücken. In Restaurants werden sie gebraten serviert, im Supermarkt kann man ganze Regale mit Creamy-Pumpkin-Soups leerkaufen, in einem Burgerladen habe ich sogar mal einen Veggieburger mit gebratenene Kürbisscheiben und in einer Pizzeria eine Pumpkin-Pesto-Pizza gegessen. Köstlich!

Highlight war der Kürbis-Spinat-Linsen-Feta-Salat in einem ultrasüßen Cafe in Queenstown in Neuseeland. Der Tipp kam vom Hüttenwirt Daniel, den wir bei unserer Trekkingtour durch die neuseeländischen Alpen kennengelernt haben und der uns das tolle organic cafe empfohlen hatte. Den Salat werde ich in Deutschland auf jeden Fall mal probieren nachzumachen.

Die perfekte Ergänzung zum Kürbis ist meiner Meinung nach die Süßkartoffel. Beide schmecken ähnlich, der Kürbis aber ist etwas fruchtiger und sogar süßer, die Süßkartoffel ist neutraler und damit etwas wandlungsfähiger, wenn man den Eigengeschmack lieber im Hintergrund haben möchte. Schade, dass der Kürbis als Gemüse in Deutschland noch nicht den Durchbruch geschafft hat. Seine Zeit kommt hoffentlich noch.

Kürbissuppen in allen Varianten gibt in australischen, aber auch neuseeländischen Supermärkten zu kaufen. Warum hat das Gemüse hierzulande den Durchbruch noch nicht geschafft?

Kürbissuppen in allen Varianten gibt in australischen, aber auch neuseeländischen Supermärkten zu kaufen. Warum hat das Gemüse hierzulande den Durchbruch noch nicht geschafft?